Ultima Raka 2002

Mit 3 Pflichtspiel-Siegen im Rücken ging es hinein in die Partie gegen Budissa Bautzen. Erfreulicherweise wurde das von den Medien zum Lausitz-Derby hochsterilisierte Spiel von einer akzeptablen Kulisse von knapp 5.500 Zuschauern begleitet. Nach dem enttäuschenden Besuch gegen Meuselwitz geht der Daumen nun also wieder nach oben.

Mit unseren „Nur Energie“-Doppelhaltern sowie links und rechts jeweils 2 großen Schwenkern geleiteten wir unsere Jungs auf das Feld. Diese zeigten uns dann auch in den ersten Minuten genau das, was wir sehen wollten. Souveräne Spielgestaltung mit frühem Tor zum 1:0. Wunderbar! Die Stimmung gestaltete sich in unseren Reihen gegenüber dem letzten Spiel leicht verbessert, was nicht schwer war. Bäume wurden jedoch sicherlich erneut nicht ausgerissen. Dies mussten wir nach den ersten 20 Minuten dann auch unserem Team bescheinigen – da hatte sich wohl irgendwie das Gefühl eingeschlichen, dass Ding würde schon ohne Weiteres über die Bühne gehen. So wurden die Bautzener unnötig stark gemacht, während es unsere Rot-Weißen fortan bis zum Ende schwer hatten, wieder einen Gang zuzulegen.

Ab und an gelang dann doch nochmal der Durchbruch nach vorne. Insbesondere der schnelle Antritt unseres neuen Stürmers Streli Mamba mit leider erneut missglücktem Abschluss bleibt da in Erinnerung. Erinnert irgendwie schon an unseren früheren Publikums-Liebling Emil Jula – Engagement top, Abschluss aktuell noch mehr als unglücklich. In diesem Sinne: Streli Mamba hau drauf! Wer weiß was geschieht, wenn der Knoten erstmal geplatzt ist…

Glücklicherweise konnte das Spiel auch ohne zweiten Torerfolg siegreich beendet werden. Nun geht es also auf nach Jena. Zum Terminierungs-Irrsinn sind schon reichlich Worte gefallen. Abschließend taten wir hierzu unsere Meinung auch noch mittels Spruchbändern kund, welche wir zu Beginn der 2. Halbzeit zeigten. Trotz allem ist unser Bus bereits seit gestern Nachmittag restlos ausgebucht – ein erstes positives Signal. Jetzt noch stimmungstechnisch an Abende wie jenen beim BFC anknüpfen und dann ziehen wir das Ding im Ernst-Abbe-Sportfeld. Immer vorwärts Energie!

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Voll sollte er sein – der Gästeblock im Ernst-Abbe-Sportfeld – doch da machte man noch nicht die Rechnung mit dem Freund und Helfer, der scheinbar in Scharen zum Frauenfußball glotzen rennt und keine Einheiten für ein Viertligaspiel übrig hat. Festgetackert im Kalender, waren die Augen auf das Wochenende gerichtet. Nun denn, muss man ein Mal mehr beim Chef auf den Knien herumrutschen und betteln, dass man die Arbeitsstätte bereits Mittags verlassen möchte um doch noch rechtzeitig den Sieg beim Tabellenführer bejubeln zu können.

Selbstverständlich gibt es trotz der bescheuerten Ansetzung am Donnerstag (29.09.) um 17 Uhr ein Bus für euch, der die Anreise für 25 Euro etwas erleichtern soll. Meldet euch einfach am Conti gegen Bautzen oder über die üblichen Kontaktdaten – nachzulesen auch hier auf der Seite unter der Rubrik „Auswärts“.

Nach zuletzt 2 Pflichtsiegen ging es mit neuem Mut auf ins Vogtland nach Auerbach. Nach unserem Spiel in Schönberg erwartete uns dort der zweite Sportplatz mit Regionalliga-Flair. Diesmal zu einem durchaus fairen und lobenswerten Eintrittspreis von 7 Euro. Daumen hoch dafür! Was jedoch Regionalliga im Ernstfall bedeutet, wurde allen reisefreudigen Energie-Fans an diesem Tag klar – sucht man doch überdachte Gästekurven in Liga 4 vergeblich.  Unaufhörlicher Regen im Strömen verlieh diesem Spiel einen unvergesslichen, wenngleich nicht grad prickelnden Charakter.

Unterkriegen ließen wir uns davon dennoch nicht – und so geleiteten wir das Team mittels 2 großen Schwenkern auf das Spielfeld. Auch supporttechnisch ging unser Auftritt den Umständen entsprechend in Ordnung. Wem es beliebte, der konnte durch reichlich Bewegung im Block auch seinen nassen Körper des Öfteren gut ausschütteln.

Da auch die Jungs auf dem Rasen von der ersten Minute an mit dem notwendigen Ernst an die Partie gingen und mit den Verhältnissen sichtlich besser klarkamen als unser Kontrahent, erfreuten wir uns an einem lange nicht gesehenen 4:0-Kantersieg. Gebt uns eine Garantie, dass sowas dabei rauskommt, und es darf gerne wieder schütten wie aus Eimern.

Mit breiter Brust und dennoch keiner Spur von Überheblichkeit sollte nun die nächste Partie angegangen werden. Am Sonntag empfangen wir den FSV Budissa Bautzen. Leute, lasst den Fernseher aus! 4.000 Zuschauer + X müssen ja wohl drin sein, ohne Wenn und Aber!

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Energie gegen Meuselwitz versprach eigentlich kein heißes Duell zu werden. Doch nicht nur temperaturmäßig ging es im Stadion der Freundschaft hoch her. Nachdem die Jungs in Rot-Weiß von einem kleinen Fahnen-Intro im Block I auf den Rasen geführt wurden, hatten sie mal wieder Chancen für die nächsten drei Spiele. Doch nur ein Schuss fand am Ende sein Ziel im Tor der Zipsendorfer. Reicht natürlich am Ende, aber hätte auch nach hinten losgehen können.

Doch fangen wir noch einmal von vorne an. Nicht nur die Polizeipräsenz auf dem Vorplatz fiel negativ ins Auge, auch der Ordnungsdienst hatte wohl nicht den besten Tag. Neben einer massiven Kontrolle und Diskussion um unser Material, hatte auch manch Anderer Probleme am Einlass. Dies ging so weit, dass jeder noch so kleine Gegenstand eingesammelt wurde, sei es auch nur ein einzelner Kugelschreiber. Hoffen wir, dass derlei Verhalten eine Ausnahme bleibt, kann es sich der Verein doch nicht erlauben, auch noch die letzten treuen Zuschauer zu vergraulen.

Bereits am Samstag waren es nur noch 3.900 Zuschauer, die den Weg ins Stadion fanden. Man kann natürlich die Schuld auf das Wetter und die Live-Übertragung schieben, aber auch bei den Leuten, die ins Stadion kommen, muss man bemerken, dass die anfängliche „Jetzt erst recht!“-Euphorie vorbei ist. Dies wirkte sich dementsprechend auch auf die Stimmung im Stadion der Freundschaft aus. Unerklärlicherweise und durchaus kritikwürdig hatten wir auch in den eigenen Reihen insbesondere in der ersten Halbzeit einen rabenschwarzen Tag erwischt. Zwar konnte wenigstens in der zweiten Halbzeit vereinzelt mal ein gutes Niveau erreicht werden, doch insgesamt war das am Samstag viel zu wenig.

Jetzt geht es nach Auerbach. Zwar ist unser Bus bereits restlos ausgebucht, doch bekanntlich führen vielerlei Wege ins Vogtland. Die Gästekulisse des Schönberg-Spiels gilt es ohne Wenn und Aber eindeutig zu übertreffen. Macht euch auf!

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Lang, lang ist es her, dass wir das letzte Mal im Landespokal zu Hause antreten durften. Wer es genau wissen will: Seit dem 10. Mai 1995 gegen die SG Bornim. Gegen wen? Gegen einen Fußball-Verein aus dem Potsdamer Ortsteil Bornim, welcher heutzutage in der Landesklasse beheimatet ist. Das Halbfinale wurde damals mit 5:0 gewonnen. Dies nur als interessante Randnotiz.

Nach so vielen Jahren öffneten sich also diesmal die Tore des Stadions der Freundschaft zum Landespokal-Vergleich. Gleichbedeutend natürlich damit, dass wir einen Kontrahenten auf Augenhöhe empfingen. Dieser sollte FSV Union Fürstenwalde heißen und von 70 Gästefans begleitet werden. Auch aus Cottbus fanden sich diesmal gerade einmal 2.200 Anhänger ein. Wohl kaum einer von uns hat je ein Pflichtspiel unseres FCE mit so wenigen Zuschauern gesehen. Wer da war, sollte sein Kommen jedoch nicht bereuen. Aus unserem I-Block zwangsweise in den H-Block gezogen, machten wir das Beste draus und waren durch einen regelmäßig im Winde wehenden UR-Schwenker schnell zu finden.

Auf dem Platz ließen unsere Jungs von der ersten Minute an keinen Zweifel aufkommen, wer hier die nächste Runde buchen würde. Großen Applaus dafür! Nun kann man einerseits berichten, dass die Unioner aus Fürstenwalde sicherlich einen gebrauchten Tag erwischt hatten. Andererseits kann man aber auch einfach mal anerkennen, dass unsere Rot-Weißen durchaus was auf dem Kasten haben. Der Führungstreffer bringende Pass von Kruse auf Ziegenbein war genauso erste Sahne wie dessen Abschluss. Auch mal wieder aus einer Ecke Profit zu schlagen erfreut die rot-weißen Gemüter ebenso. Nachdem das 3:0-Endresultat beizeiten feststand, erklang unser „Wir geh´n und hol´n den Cup“-Pokalhit immer lauter und lauter. Sicherlich konnten wir auch angesichts der spärlichen Kulisse stimmungstechnisch bei weitem keine Glanzleistung verbuchen. Im Anschluss an das Spiel gemeinsam mit der Mannschaft unseren Pokalhit anzustimmen, hatte aber schon was. Ganz so als würden die Beteiligten beiderseits des Zauns gemeinsam Luft holen und sich auf eine erfolgreiche Pokal-Saison mit hoffentlich krönendem Abschluss einschwören.

Vier Spiele gilt es nun noch zu gewinnen. Unser nächster Gegner wird im Übrigen am kommenden Mittwoch ab 11 Uhr ausgelost. Dass dabei auch Auswärtspartien gegen niederklassige Truppen kein leichtes Unterfangen sind, sollten wir nun endgültig wissen. Da geht es aber nicht nur uns so – das Aus von Carl-Zeiss Jena gegen den Siebtligisten Sondershausen sollte ein weiteres warnendes Beispiel sein. Im Gegensatz zur Liga kann ein Pokal-Ausrutscher nicht wieder gut gemacht werden. Mehr Motivation geht doch eigentlich gar nicht. In diesem Sinne darf das zweite Oktober-Wochenende im Kalender schon gerne mit dem Vermerk „Landespokal“ versehen werden. Auf zum Achtelfinale – wir gehen und holen den Cup!

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Auswärtsspiel in Schönberg – für manche vielleicht eine unattraktive Partie auf einem Dorf Mecklenburgs. Für viele von uns jedoch eher die erste Begegnung, welche man zurecht als Auswärtsspiel bezeichnen kann. Jedenfalls was die Entfernung betrifft – überspitzt gesagt das erste Spiel, bei dem es sich überhaupt erst lohnt im Bus Platz zu nehmen. Sehr schön, ist doch der Weg zumindest ein kleiner Teil des Zieles. Die Fahrt-Atmosphäre gestaltete sich heute gelinde gesagt etwas lebhafter als im vergangenen halben Jahr, konnten wir doch einen Heimkehrer aus Südafrika zurück in unseren Reihen begrüßen. Schön, dass du wieder da bist!

Der Buskutscher lenkte das Gefährt diesmal auch wieder ganz gediegen über den Asphalt, sodass wir die Spielstätte rechtzeitig erreichten. Was wir dort als Gästeblock zu sehen bekamen, verblüffte trotz aller Vorab-Informationen live vor Ort doch nochmal. Viel mehr als die heute anwesenden ca. 250 Gästefans passen auf das als Tribüne fungierende Stahlrohr-Gerüst gar nicht rauf. Sollte uns aber egal sein, warteten doch alle gespannt auf den heutigen Auftritt unserer Rot-Weißen. Der Auswärtssieg beim BFC hatte schließlich Bock auf mehr gemacht. Nun gleich mal nachlegen, das hätte schon was. Und tatsächlich begann die Partie vielversprechend – beizeiten zappelte das Leder im richtigen Netz. Das ließ die Meute natürlich ausrasten.

Erschreckend jedoch, dass zwei unserer Anhänger dafür teuer bezahlen müssten. Es ist ein leidiges, oft diskutiertes Thema. Viele Vereine (so auch Schönberg) verstehen es offenbar trotzdem nicht, auf die Gesundheit von Fußball-Fans auch nur einen Hauch Wert zu legen. Im Gegenteil – mit Stacheln auf dem Zaun wird diese fahrlässig aufs Spiel gesetzt. Und erzähle keiner, man würde die Gegebenheiten ja vorher kennen und müsse sich einfach vorsehen. Zeigt uns mal diesen Fußball-Fan, dessen erster Gedanke nach einem Torerfolg „Achtung gefährlicher Zaun“ ist… An die Verantwortlichen vielerorts: Denkt mal drüber nach!

Nachdem sich der Trommeltakt aufgrund von Hilfeleistung kurzzeitig verflüchtigt hatte (beide Verletzten mussten den Weg ins Krankenhaus antreten), ging es anschließend in gewohnter Besetzung weiter. Bäume konnten an diesem Tag jedoch zu keiner Zeit ausgerissen werden. Einerseits war dies sicherlich dem Spiel geschuldet – die Hausherren aus dem Dorfe Mecklenburgs drehten das Spiel und ließen uns sprachlos zurück. Andererseits müssen wir uns sicherlich noch eine Weile auf die neuen Regionalliga-Gegebenheiten einstellen müssen.

Alles in allem ein gebrauchter Tag – die Regionalliga-Spitze gerät immer mehr außer Reichweite. Irgendwie schon ernüchternd. Und dennoch wird kaum jemand von uns die Fahrt nach Schönberg bereuen, stellt sich doch die Frage erst gar nicht. In diesem Sinne: Auf bald Freunde!

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