Ultima Raka 2002

Zum letzten Punktspiel vor Weihnachten empfingen wir am vergangenen Sonntag Lok Leipzig im heimischen Stadion der Freundschaft. Bereits am Tag zuvor traf sich ein Großteil unserer Gruppe um letzten Schliff an der für den nächsten Tag anberaumten Choreo anzulegen und anschließend gemeinsam unsere traditionelle Weihnachtsfeier zu begehen.

Am Stadion angekommen bereitete uns das Wetter dann ein wenig Sorgen. Erfreulicherweise strömten die Leute dennoch recht zahlreich ins Stadion. Auch unserer Choreo konnte Petrus nichts anhaben. Kurz vor dem Einlaufen der Mannschaften zeigten wir eine rote Folienbahn mit weißem „Energie Cottbus“ Schriftzug. Diese war dann noch, ganz im Stil unseres neuen Schals, mit einem rot-weißen Karomuster umrandet. Dahinter wurden dann 480 kleine Energie-Logos im Block I hochgehalten. Als dann die Mannschaften einliefen, nutzten wir die im Block befindliche Stahlseilkonstruktion um noch ein großes Logo in zentraler Position über dem Spruchband erscheinen zu lassen. Mit Ablauf und Erscheinungsbild der Aktion sind wir überaus zufrieden.

Die Stimmung auf den Rängen gestaltete sich zunächst besser als in den vorangegangenen Heimspielen. Dies mag eventuell auch an dem hart und am Rande des Legalen geführten Spiel gelegen haben. Die Lautstärke wurde durch den Führungstreffer von Benjamin Förster in der 32. Minute nochmals erhöht.
Nach der Pause fiel die Stimmung dann erstmal wieder in das obligatorische Halbzeitloch, konnte sich dann aber schnell wieder steigern. Der Ausgleichstreffer durch den Ex-Cottbuser Maurer schockierte dann doch etwas, versetzte die Nordtribüne aber keinesfalls in eine Schockstarre. In der 85. Minute netzte dann Marc Stein nach einem Freistoß zum 2:1 Siegtreffer ein, was für grenzenlosen Jubel sorgte. Nachdem die Mannschaft sich noch durch eine fünfminütige Nachspielzeit quälen musste, konnten sie sich endlich, gemeinsam mit den mehr als 5000 anwesenden Energiefans, über den erfolgreichen Jahresabschluss freuen.

Zum Schluss noch ein paar Worte zu den Gästen. Mit 929 Zuschauern brachte die Loksche in dieser Saison bisher die meisten Gästefans mit in die Lausitz. Deren Auftritt war optisch und akustisch auch durchaus gut. Es gab einige geschlossene Hüpfeinlagen sowie eine kleine Pyroaktion nach der Halbzeit. Auch den späten Führungstreffer unserer Jungs steckten sie gut weg.

Nun wünschen wir euch erstmal frohe Weihnachten und einen feuchtfröhlichen Rutsch ins neue Jahr. Erholt euch gut in der Winterpause – bevor uns dann eine hoffentlich bis zum Schluss spannende Rückrunde bevorsteht.

Infoflyer zum Heimspiel

Zum berüchtigten Lausitzderby durften wir vor 4003 Zuschauer die Mannschaft von Oberlausitz Neugersdorf begrüßen. Nachdem die Mannschaften von einem kleinen Fahnenintro aufs Spielfeld begleitet wurden, verbuchten wir das erste Highlight auf unserer Seite. Dabei klärte unser Alf einen missglückten Schuss der Neugersdorfer ganz souverän per Kopf. Fortan entwickelte sich fortlaufend ein offenes und auch spannendes Spiel. Auch schön zu sehen, dass die Gastmannschaft diesmal nicht nur mauerte. Zum Schluss stand es dann aber 3:1, was dabei nicht vollständig das Spielgeschehen widerspiegelt, da auf beiden Seiten das eine oder andere Tor mehr hätte fallen können.

Auf den Rängen herrschte hingegen eine gewisse Lethargie, die über das ganze Spiel hinweg nicht wirklich gebrochen werden konnte. Erwähnenswert ist aber noch die Fairness eines Neugersdorfers Spielers, der beim Stand von 2:0 den Schiedsrichter korrigierte und so einen Eckball gegen seine Mannschaft in Kauf nahm. Dementsprechend freundlich wurden die Neugersdorfer auch nach dem Spiel für einen wirklich couragierten und fairen Auftritt verabschiedet.

Zum Schluss noch ein Wort zum Ordnungsdienst. Eine ständige Kameraüberwachung wurde bereits im letzten Heimspiel durch einen Späher mit Feldstecher ergänzt, der 90 Minuten die Tribünen abscannt. So weit so gut. Doch nach diesem Spiel sollten wir uns zusätzlich noch einem wilden Blitzlichtgewitter unterziehen. Als alle Blöcke bereits leer waren und nur noch die Gruppen im I und H-Block ihre Fahnen zusammenräumten, tauschten die beiden Ordner auf der Osttribüne den Feldstecher gegen eine Spiegelreflexkamera ein und knipsten wild im gefühlten Sekundentakt. Welcher Zweck hierbei verfolgt wurde, ist dabei mehr als fraglich und wird mit dem Verein noch ausgewertet.

Infoflyer zum Heimspiel

Ab dem Heimspiel gegen Neugersdorf am Conti erhältlich!

Flyer

Das letzte Auswärtsspiel dieses Jahres führte uns ins thüringische Nordhausen. Erfreulicherweise nahmen dieses Mal gleich 4 Busse den Weg Richtung Südharz auf sich. So versammelten sich im Gästeblock letztendlich etwa 500 Gästefans. Sehr schön! Der Albert-Kuntz-Sportpark, welchen sicherlich die wenigsten von uns vorher schon einmal zu Gesicht bekamen, erwies sich als sehr kompakte Spielstätte. Durch die sehr flach gehaltenen Steh-Traversen hinter dem Tor war die Sicht aus dem Gästeblock jedoch ziemlich bescheiden. Auch Verpflegung und Sanitär waren für ein solch hohes Gästeaufkommen eher nicht geeignet, aber das kennen wir ja nun schon langsam…

Mit Auflaufen der Teams wusste der Heimanhang mit einer kleinen Choreo zu überraschen. Hierzu wurde eine Blockfahne vom Dach herunter gelassen. Der Block wurde zudem mit blauer und silberner Glitzer-Folie abgedeckt, worunter einige Blinker zum Vorschein traten. Auch der Fahnenschwenker, welcher das Spiel über auf dem Dach stehend sein Winkelement schwenkte, bleibt sicherlich als etwas Außergewöhnliches in Erinnerung. Wozu jedoch der kleine, ca. 30-köpfige Stimmungs-Mob ein Megafon benötigt, können wir uns nicht so recht beantworten. Wir geleiteten unser Team indes mittels grau-rot-weißer Schwenker auf den tiefgefrorenen Platz.

Eben jene Bodenverhältnisse standen einem schön anzusehenden Fußball-Spiel sicherlich ein Stück weit im Weg. Dennoch ergab sich in der 1. Halbzeit die dickste Chance dieses Spiels, als zunächst Förster an die Latte köpfte und Weidlich den Nachschuss an den Pfosten setzte. Sehr ärgerlich, dass der Ball in dieser Situation nicht den Weg über die Linie fand. Stimmungstechnisch legten wir derweilen einen sehr mäßigen Auftritt hin. Lediglich ein direkt hinter dem Tor stehender kleiner Stimmungs-Kern konnte zum Mitmachen animiert werden. In einem sehr lang gezogenen Gästeblock reißt man damit natürlich keine Bäume aus.

Das Stimmungsbild änderte sich auch in der 2. Hälfte wenig. Lediglich etwas mehr Farbe kam ins Spiel. Einerseits wurden rote und weiße Tifo-Fähnchen geschwenkt. Andererseits gab es mit Wiederanpfiff eine kleine Pyroshow. Soweit ok – Böller auf dem Platz finden wir allerdings alles andere als schön.
Auf dem Spielfeld änderte sich auch in Hälfte 2 nicht viel. Unsere Jungs waren zwar größtenteils feldüberlegen, ließen jedoch allzu oft die Präzision vermissen. So blieb es am Ende beim torlosen Unentschieden. Die Chance, weiteren Boden auf Jena gutzumachen, wurde leider verpasst.

Nun gilt es, aus den letzten beiden Heimspielen siegreich vom Feld zu gehen, um unabhängig vom Abschneiden Jenas zufrieden in die Winterpause gehen zu können. Waren die Gästezahlen in der bisherigen Regionalliga-Saison bis zuletzt sehr erfreulich, wünschen wir uns nun auch zu Hause wieder eine würdige Zuschauer-Kulisse. In diesem Sinne: Am Samstag zum Heimspiel gegen Neugersdorf alle auf ins SdF!

Zweites Heimspiel in Folge, zum zweiten Mal gab ein Brandenburger Sportverein seine Visitenkarte im Stadion der Freundschaft ab, dieses Mal also der FSV 63 Luckenwalde.

Leider unterstützten nicht einmal 4.500 energetische Zuschauer unsere Elf bei ihrem Bestreben, den Anschluss an die Tabellenspitze nicht aus den Augen zu verlieren. Sehr enttäuschend. Um das Spektakel auf dem Rasen nicht allzu trist beginnen zu lassen, gab es im I-Block zum Einlaufen der Mannschaften mal wieder zahlreiche Doppelhalter und Schwenker zu sehen. Das Spiel kam dann allerdings nur schwer in die Gänge. Gleiches gilt leider auch für den Support in unseren eigenen Reihen – vollkommen unerklärliche Lethargie! Wenigstens das Spiel hielt noch ein paar, wenn auch nur wenige Highlights parat. So beispielsweise nach einer reichlichen halben Stunde, als uns diesmal Marcel Baude über den Führungstreffer jubeln ließ. Wunderbar. Konnte ja keiner ahnen, dass die knapp 40 mitgereisten Luckenwalder noch vor dem Pausenpfiff über den Ausgleichstreffer jubeln sollten.

Dies stellte uns in der 2. Halbzeit vor eine ganz schön knifflige Aufgabe, lief doch spielerisch bei unseren Rot-Weißen nicht wirklich viel zusammen. Mit dem des Öfteren vorgetragenen „Schießt ein Tor für uns“ hätte man auch fast schon abgeschlossen gehabt, als in der Nachspielzeit ausgerechnet Streli Mamba mit dem 2:1-Siegtor das Stadion der Freundschaft in nicht mehr für möglich gehaltene Jubelstürme ausbrechen ließ. Was für ein wichtiges Ding! Für den Verein sowieso. Aber auch für den Jungen selbst – wenngleich er bislang nun wirklich alles andere als glücklich agierte, hatte er sich genau so einen Treffer mit seinem stets an den Tag gelegten Engagement einfach mal verdient. Ist damit jetzt der Knoten geplatzt? Wir würden es uns alle sehr wünschen!

Für unsere Gruppe war dies obendrein die bestmögliche Basis für einen anschließend feuchtfröhlichen Abend, den wir uns und unserem Umfeld anlässlich unseres 14. Geburtstages gönnten.

Weiterhin beträgt der Rückstand auf den Platz an der Sonne 7 Punkte. Und was sind schon 7 Punkte, wenn  wir weiterhin unbeirrt unseren Weg gehen? Mit WIR sind jedoch alle gemeint. Also auch IHR da draußen, die ihr euch vielleicht am Samstag gegen den Stadionbesuch entschieden habt. Bis dahin  sah das doch wirklich ganz ordentlich aus, konnte man doch bis zuletzt mit den Zuschauer-Kulissen sehr zufrieden sein. Nun sollten wir uns aber auch von den etwas unangenehmeren Wochen und Monaten nicht aus der Spur bringen lassen. Rafft euch auf Leute!

Am kommenden Sonntag  geht es nun nach Nordhausen. Hierfür haben wir noch wenige freie Busplätze anzubieten. Meldet euch unter den bekannten Kontaktdaten und nehmt mit uns gemeinsam weiter Fahrt auf. Never surrender. Streli Mamba & Co. haben es schließlich vorgemacht!

Infoflyer zum Heimspiel

„Fuchs musste sein, nicht nur’n roten Schwanz haben!“
Das erste Ligaspiel gegen Babelsberg seit 1988 wurde in den Tagen zuvor mächtig hochgeschaukelt. An der sportlichen Brisanz sollte es zum größten Teil dabei nicht liegen. Aufgrund der vermehrt politisch motivierten Aktionen sah sich der Verein gezwungen die angemeldeten Choreographien zu untersagen und zumindest von unserer Seite war bereits alles vorbereitet. Anlässlich unseres 14. Jubiläums am 16. November wollten wir dem politisierten Duell entgegentreten. Mehrere Tage Arbeit sollten somit hinfällig gewesen sein? Doch manchmal muss man eben Fuchs sein und so fanden die Spruchbänder und die Blockfahne doch noch ihren Weg ins Stadion. Dazu kamen noch die Krebs-Schwenker, die jedoch mit dem Fahnenpass ganz offiziell reindurften.

„Für Zecken sind wir Nazis. Für Nazis sind wir Zecken“. Mit diesem Spruchband wurde die Choreographie eröffnet, die dann mit: „Seit 14 Jahren für Energie und unseren Sport“ beendet wurde. Dazu gab es die besagte Blockfahne auf der sich unser Logo, ein Fußball und das Energie-Logo wiederfand. Die Blockfahne wurde dabei von den Krebs-Schwenkern umrahmt. An sich sagt es alles aus und jeder, der etwas in sich geht und über seine Motivationen für den Fußball nachdenkt, der dürfte dieses Spruchband verstehen. Wahrscheinlich muss man dafür sein Schwarz-Weiß-Denken aufgeben. Seit 14 Jahren ist unsere Maxime einzig und alleine Energie und unser Fußballsport. Dabei denken wir nicht in Kategorien und wollen auch nicht in diese gesteckt werden, nicht in Nazi oder Zecke, nicht in Schwarz oder Weiß, höchstens in Rot und Weiß und genau danach richten wir unser Handeln aus. Nach dieser, den Umständen entsprechend, gelungenen Aktion, konnte das Spiel beginnen.

Spielerisch nicht das Beste, aber allein das Tor von Ziegenbein war Ausdruck genug für eine absolute Willensstärke. Mit diesem 1:0 ging es in die Pause. Kaum ertönte der Pfiff zur zweiten Halbzeit, so stand es nach einem „herbei gesehenen“ Elfmeter 2:0. In der 60. wurde dann der Deckel draufgemacht und so konnte die Mannschaft endlich unter Beweis stellen, dass sie auch Zuhause souverän auftreten kann. Auf den Rängen war es jedoch nicht ganz so souverän. Bis auf wenige Ausnahmen konnte es nicht so recht laut werden. Für so ein Spiel eigentlich nicht angemessen. Auch die Zuschauerzahl war eher weniger erfreulich. Nach Abzug der 589 Gäste waren es nur knapp über 5000 Cottbuser im Stadion. Mehr als dürftig.

Zum Schluss noch ein paar Worte zu den Babelsbergern. Mit den fast 600 Mitreisenden konnten sie den überdachten Stehbereich sehr gut ausfüllen. Die angekündigte Überraschung war letzten Endes ein schlichter blau-weißer Schal, der in seiner Aufmachung als Zaunfahne den Gästeblock umrahmte. Ein Highlight setzten sie mit diesen beiden Fahnen nicht unbedingt. Ansonsten verzichteten die Babelsberger bis auf zwei Schwenker auf jegliches Szenematerial. Stimmungsmäßig wurde in den Anfangsminuten zumindest optisch eine gute Mitmachquote registriert. Diese hielt jedoch maximal bis zum 1:0 Rückstand.

Nächste Woche steht gleich das nächste Heimspiel an. Nachdem Jena endlich Federn gelassen hat, müssen wir weiter extrem heiß sein. Das Ding hier ist noch nicht durch. Also tragen wir unsere Mannschaft weiter von Sieg zu Sieg. Dafür müssen wir alles geben. Alles – nur für Energie!

Infoflyer zum Heimspiel

Erhältlich ab dem Heimspiel gegen Babelsberg!

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