Ultima Raka 2002

Beim Heimspiel am Samstag gegen den BFC Dynamo bekommt ihr zu jedem Einkauf 5 frisch gedruckte Aufkleber dazu.

Schaut also mal am Conti (rechtes Fenster) vorbei!

Unser Auswärtsspiel bei Viktoria Berlin wurde am heutigen Dienstag abgesagt.

Mit dem Motto „keep on running“ und einem Fahnenmeer begleiteten wir die Mannschaften aufs Feld. Die Aufholjagd auf Jena konnte also wieder weiter gehen. Dementsprechend gestaltete sich die Anfangsphase auch vielversprechend.

Auf den Rängen hingegen eher völlige Langeweile. Stimmung? Eher Fehlanzeige. Auch wir müssen uns da immer wieder an die eigene Nase fassen und überlegen welches Ziel wir wirklich verfolgen wollen. Wie bereits im Flyer geschrieben, wollen wir es hier noch einmal erwähnen: Wir wollen raus aus dieser Liga, raus aus dieser finanziell nicht einfachen Liga und wieder rein in eine dritte Liga, die vor wenigen Jahren niemals unser Anspruch war. Also heißt es gemeinsam hinter dem Team zu stehen und sie weiter nach vorn zu peitschen.

Nach der Anfangsviertelstunde wäre dieser Rückenwind sicherlich notwendig gewesen. Doch durch eine extreme Mauertaktik der Schönberger, die teilweise an alte Zeiten erinnerte, konnte der erste Sturmlauf von unserer Truppe gestoppt werden. Energie dominierte zwar über das ganze Spiel hinweg und erarbeitete sich immer wieder einige Chancen. Doch so richtig zwingend vors Tor kamen wir nicht. Also musste der Neue uns in einer unübersichtlichen Situation nach einem Standard erlösen. 3 Punkte eingefahren und weiter geht’s! Keep on running! Nur nicht auf den Rängen, denn dort müssen wir zwei oder am besten drei Schippen drauflegen.

Infoflyer zum Heimspiel

Ironie als solche wahrzunehmen ist ja bekanntlich nicht jedermanns Stärke. Anscheinend nahm man unser Spruchband aus der Hinrunde mit dem Wortlaut: „Jena Termin: Missachtung pur- beim nächsten Mal Mittwoch 13 Uhr?“ allzu wörtlich. Naja statt Mittwoch dürfen wir nun am Donnerstag in Markranstädt ran und man gewährt uns gar noch eine halbe Stunde länger bis zum Anstoß als eigentlich gefordert. Oh wie rücksichtsvoll. Nach Bekanntwerden dieses Termins zur absoluten Prime-Time begannen wir umgehend darüber zu grübeln, aus welchen Gründen uns dieses große Glück wohl zu Teil geworden ist. Verblüffend, wie alle Beteiligten gefühlt dankbar dafür sind, sich hinter einer vermeintlichen Aussage der Polizei verstecken zu können, das Spiel könnte am Wochenende nicht abgesichert werden. Wäre es dann nicht allzu naheliegend, das Spiel um eine Woche vorzuziehen? Schließlich ist das letzte Januar-Wochenende ohnehin für die halbe Liga als Nachhol-Spieltag reserviert…

Wenn schon ein Termin unter der Woche zwingend erforderlich sein soll, dann sollte doch wenigstens die Austragung in den Abendstunden möglich sein?! Diesbezüglich stand zunächst die Vermutung im Raum, dass der Sportplatz der Zweitvertretung des Leipziger Retortenvereins nicht über genügend Beleuchtungsmöglichkeiten verfügt. Nach kurzer Onlinerecherche lässt sich jedoch herausfinden, dass auf selbigem in dieser Saison bereits unter Flutlicht gekickt wurde. Arg komisch, dass die Lichtverhältnisse für ein Spiel im Oktober gegen Auerbach wohl ausreichend waren, für uns aber nicht angemessen erscheinen. Der NOFV lässt nun verlauten, die unfreundliche Anstoßzeit um 13:30 Uhr gehe ganz allein auf den Wunsch beider Vereine zurück. Bei dem Gedanken läuft uns ein eiskalter Schauer den Rücken runter. Der eigene Verein, der auf der Homepage eine gewisse Verärgerung über die Terminierung vorgibt, soll in Wirklichkeit selbst treibende Kraft sein und mit dem kommerzverseuchten Produkt gemeinsame Sache machen?

Wir lassen dies in gutem Glauben als unbestätigte Information stehen, verleihen unserem Wunsch aber umso stärkeren Nachdruck: In Sachen fanfreundlicherer Terminierung sollte unser Verein nichts unversucht lassen! Es geht dabei auch darum einem Eindruck entgegenzutreten, welcher mehr als nur ernüchternd wäre: Der Energie-Fan nur noch ein unliebsames Anhängsel des Spiels? Gerade in dieser schwierigen Zeit, in der das Wir-Gefühl gestärkt werden sollte, passt das so gar nicht ins Bild. Auf geht´s also FCE. Beweist uns, dass manch Dankeswort in Richtung uns Fans keine falsche Heuchelei war. Handelt!

Zum letzten Punktspiel vor Weihnachten empfingen wir am vergangenen Sonntag Lok Leipzig im heimischen Stadion der Freundschaft. Bereits am Tag zuvor traf sich ein Großteil unserer Gruppe um letzten Schliff an der für den nächsten Tag anberaumten Choreo anzulegen und anschließend gemeinsam unsere traditionelle Weihnachtsfeier zu begehen.

Am Stadion angekommen bereitete uns das Wetter dann ein wenig Sorgen. Erfreulicherweise strömten die Leute dennoch recht zahlreich ins Stadion. Auch unserer Choreo konnte Petrus nichts anhaben. Kurz vor dem Einlaufen der Mannschaften zeigten wir eine rote Folienbahn mit weißem „Energie Cottbus“ Schriftzug. Diese war dann noch, ganz im Stil unseres neuen Schals, mit einem rot-weißen Karomuster umrandet. Dahinter wurden dann 480 kleine Energie-Logos im Block I hochgehalten. Als dann die Mannschaften einliefen, nutzten wir die im Block befindliche Stahlseilkonstruktion um noch ein großes Logo in zentraler Position über dem Spruchband erscheinen zu lassen. Mit Ablauf und Erscheinungsbild der Aktion sind wir überaus zufrieden.

Die Stimmung auf den Rängen gestaltete sich zunächst besser als in den vorangegangenen Heimspielen. Dies mag eventuell auch an dem hart und am Rande des Legalen geführten Spiel gelegen haben. Die Lautstärke wurde durch den Führungstreffer von Benjamin Förster in der 32. Minute nochmals erhöht.
Nach der Pause fiel die Stimmung dann erstmal wieder in das obligatorische Halbzeitloch, konnte sich dann aber schnell wieder steigern. Der Ausgleichstreffer durch den Ex-Cottbuser Maurer schockierte dann doch etwas, versetzte die Nordtribüne aber keinesfalls in eine Schockstarre. In der 85. Minute netzte dann Marc Stein nach einem Freistoß zum 2:1 Siegtreffer ein, was für grenzenlosen Jubel sorgte. Nachdem die Mannschaft sich noch durch eine fünfminütige Nachspielzeit quälen musste, konnten sie sich endlich, gemeinsam mit den mehr als 5000 anwesenden Energiefans, über den erfolgreichen Jahresabschluss freuen.

Zum Schluss noch ein paar Worte zu den Gästen. Mit 929 Zuschauern brachte die Loksche in dieser Saison bisher die meisten Gästefans mit in die Lausitz. Deren Auftritt war optisch und akustisch auch durchaus gut. Es gab einige geschlossene Hüpfeinlagen sowie eine kleine Pyroaktion nach der Halbzeit. Auch den späten Führungstreffer unserer Jungs steckten sie gut weg.

Nun wünschen wir euch erstmal frohe Weihnachten und einen feuchtfröhlichen Rutsch ins neue Jahr. Erholt euch gut in der Winterpause – bevor uns dann eine hoffentlich bis zum Schluss spannende Rückrunde bevorsteht.

Infoflyer zum Heimspiel

Zum berüchtigten Lausitzderby durften wir vor 4003 Zuschauer die Mannschaft von Oberlausitz Neugersdorf begrüßen. Nachdem die Mannschaften von einem kleinen Fahnenintro aufs Spielfeld begleitet wurden, verbuchten wir das erste Highlight auf unserer Seite. Dabei klärte unser Alf einen missglückten Schuss der Neugersdorfer ganz souverän per Kopf. Fortan entwickelte sich fortlaufend ein offenes und auch spannendes Spiel. Auch schön zu sehen, dass die Gastmannschaft diesmal nicht nur mauerte. Zum Schluss stand es dann aber 3:1, was dabei nicht vollständig das Spielgeschehen widerspiegelt, da auf beiden Seiten das eine oder andere Tor mehr hätte fallen können.

Auf den Rängen herrschte hingegen eine gewisse Lethargie, die über das ganze Spiel hinweg nicht wirklich gebrochen werden konnte. Erwähnenswert ist aber noch die Fairness eines Neugersdorfers Spielers, der beim Stand von 2:0 den Schiedsrichter korrigierte und so einen Eckball gegen seine Mannschaft in Kauf nahm. Dementsprechend freundlich wurden die Neugersdorfer auch nach dem Spiel für einen wirklich couragierten und fairen Auftritt verabschiedet.

Zum Schluss noch ein Wort zum Ordnungsdienst. Eine ständige Kameraüberwachung wurde bereits im letzten Heimspiel durch einen Späher mit Feldstecher ergänzt, der 90 Minuten die Tribünen abscannt. So weit so gut. Doch nach diesem Spiel sollten wir uns zusätzlich noch einem wilden Blitzlichtgewitter unterziehen. Als alle Blöcke bereits leer waren und nur noch die Gruppen im I und H-Block ihre Fahnen zusammenräumten, tauschten die beiden Ordner auf der Osttribüne den Feldstecher gegen eine Spiegelreflexkamera ein und knipsten wild im gefühlten Sekundentakt. Welcher Zweck hierbei verfolgt wurde, ist dabei mehr als fraglich und wird mit dem Verein noch ausgewertet.

Infoflyer zum Heimspiel

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